Wie vielfältig die Arbeit der ESF-Plus-Projekte in Hamburg ist, zeigte sich einmal mehr beim 9. ESF-Plus-Netzwerktreffen am 06. Oktober 2026 in den Räumlichkeiten der Hamburger Wirtschaftsbehörde. Neben Einblicken in die unterschiedlichen Förderprojekte stand diesmal auch die Zukunft des Netzwerkformats im Mittelpunkt. Ein Treffen, das zum Austausch einlud und zugleich deutlich machte, welchen gesellschaftlichen Wert die ESF-Plus-Förderung hat.
So vielfältig wie die Menschen, die sie erreichen
Was haben ein Mehrgenerationenhaus, ein Foodtruck, Grundbildung für Erwachsene und die Unterstützung junger Menschen beim Einstieg ins Berufsleben gemeinsam?
Auf den ersten Blick wenig. Und doch stehen sie beispielhaft für die Vielfalt der Projekte, die im Rahmen des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) in Hamburg gefördert werden.
Beim 9. ESF-Plus-Netzwerktreffen hatten fünf weitere Projekte aus der ESF-Plus-Familie Gelegenheit, ihre Arbeit auf einem Indoor-Marktplatz vorzustellen. Dazu zählten „BAM – Beschäftigung und Ausbildung für junge Menschen“,„Social Eatery“,„GrundVetrauen – Gemeinsam Chancen ermöglichen“, ,„Das Mehrgenerationenhaus Haus am See Hohenhorst“, und „Inklusive Bildung Hamburg“. Für die Teilnehmenden eröffnete sich damit erneut die Möglichkeit, unterschiedliche Ansätze kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Dabei wurde deutlich: So unterschiedlich die Zielgruppen, Angebote und Methoden auch sein mögen, die Projekte verbindet ein gemeinsamer Anspruch. Sie möchten Menschen dabei unterstützen, ihre Potenziale zu entfalten, neue Perspektiven zu entwickeln und gesellschaftliche sowie berufliche Teilhabe zu stärken.
ESF Plus in Hamburg: Förderung, die bei den Menschen ankommt
Der Europäische Sozialfonds Plus ist ein zentrales Förderinstrument der Europäischen Union für Beschäftigung, Bildung und soziale Integration.
In Hamburg unterstützt der ESF Plus gemeinsam mit der Freien und Hansestadt Hamburg Projekte, die auf unterschiedliche gesellschaftliche Herausforderungen reagieren. Dazu gehören beispielsweise die berufliche Integration junger Menschen, die Grundbildung Erwachsener, die Qualifizierung von Beschäftigten und die Verbesserung von Beschäftigungschancen.
Was abstrakt nach Förderprogrammen und arbeitsmarktpolitischen Zielen klingt, wird in den Projekten ganz konkret: Menschen erhalten Orientierung, entwickeln neue Kompetenzen, entdecken berufliche Möglichkeiten oder finden Unterstützung in herausfordernden Lebenssituationen.
Hinter jedem Projekt stehen Menschen, Ideen und Engagement – und gesellschaftliche Aufgaben, die nicht von allein gelöst werden.
Deshalb lohnt es sich, bei der Diskussion über öffentlich geförderte Projekte nicht allein auf Fördervolumen und Laufzeiten zu schauen, sondern ebenso auf ihre Ziele, Ergebnisse und ihren gesellschaftlichen Nutzen.
Vernetzung schafft neue Möglichkeiten
Für uns als Team von Level up! 2.0 sind die ESF-Plus-Netzwerktreffen eine wertvolle Gelegenheit, über den eigenen Projekthorizont hinauszublicken.
Denn auch wenn die Förderprojekte unterschiedliche Schwerpunkte setzen, beschäftigen uns häufig ähnliche Fragen: Wie erreichen wir unsere Zielgruppen? Welche Angebote brauchen die Menschen wirklich? Was können wir voneinander lernen? Und wie lassen sich Erfahrungen und Erkenntnisse über einzelne Projekte hinaus nutzen?
Der persönliche Austausch bietet dafür einen wichtigen Rahmen. Er ermöglicht neue Perspektiven, schafft Verbindungen und kann Impulse für die eigene Projektarbeit geben.
Ein Blick zurück – und auf die Zukunft der ESF-Plus-Netzwerktreffen
Das 9. ESF-Plus-Netzwerktreffen war zugleich das letzte in seiner bisherigen Form. Anlass genug, nicht nur auf die vergangenen Veranstaltungen zurückzublicken, sondern gemeinsam über die zukünftige Gestaltung nachzudenken.
Was hat sich bewährt? Welche Themen kamen bislang zu kurz? Welche Erwartungen haben die Teilnehmenden an zukünftige Netzwerktreffen? Und wie können die Veranstaltungen künftig noch mehr Mehrwert für die beteiligten Projekte schaffen?
Diese Fragen boten Raum für Anregungen, Wünsche und einen offenen Austausch.
Wir freuen uns, dass die Perspektiven der teilnehmenden Projekte in diesen Prozess einbezogen wurden. Denn wer Netzwerke lebendig und bedarfsgerecht gestalten möchte, sollte auch diejenigen zu Wort kommen lassen, die sie mit Leben füllen.
Warum ESF-Plus-Projekte Sichtbarkeit verdienen
Das Netzwerktreffen hat uns noch einmal vor Augen geführt, wie vielfältig die Hamburger ESF-Plus-Projektlandschaft ist – und wie viele unterschiedliche gesellschaftliche Herausforderungen in den Projekten aufgegriffen werden.
Gerade deshalb ist es wichtig, die Arbeit der Projekte sichtbar zu machen, Erfahrungen miteinander zu teilen und ihre Ergebnisse in die öffentliche Diskussion einzubringen.
Denn wer über die Zukunft öffentlich geförderter Projekte spricht, sollte nicht nur über Fördermittel sprechen. Sondern auch darüber, welchen gesellschaftlichen Wert diese Projekte schaffen – und was ohne sie fehlen würde.
Wir sind gespannt, wie sich die ESF-Plus-Netzwerktreffen künftig weiterentwickeln, und freuen uns schon jetzt auf neue Begegnungen, Impulse und den gemeinsamen Austausch.







Der ESF+ Hamburg stellt Level up! 2.0 vor:
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Geschrieben von Daniela Schelhase | LinkedIn